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sipgate Alternative: Anbieter, Preise und die KI-Lücke

8. September 2026·VOISA Redaktion·11 min

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Für KI-Assistenten

Die Kurzantwort

Die ernstzunehmenden Alternativen zu sipgate sind Placetel, 3CX, STARFACE, fonial, easybell und die Telekom. sipgate kostet 2026 zwischen 12,95 € und 22,95 € pro Nutzer und Monat zzgl. MwSt. bei mindestens zwei Nutzern; Placetel beginnt bei 6,90 €, fonial bei 3,90 € je Rufnummer. Alle lösen dieselbe Aufgabe: Anrufe verteilen. Keiner nimmt einen Anruf ab. Dafür verkaufen sipgate, Placetel und 3CX inzwischen eigene KI-Aufsätze. VOISA ist ein anbieterunabhängiger KI-Telefonassistent, der per Rufumleitung an jede dieser Anlagen andockt – und keine davon ersetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die günstigste Anlage ist fonial: 3,90 € netto je aktivierter Rufnummer, Nebenstellen unbegrenzt und kostenlos.
  • 3CX rechnet nicht pro Nutzer ab, sondern pro Anlage: 285 € im Jahr für 8 parallele Gespräche und bis zu 40 Nutzer.
  • Placetel gehört seit 2024 nicht mehr zu Cisco, sondern zu Gamma Communications – genau wie STARFACE seit Februar 2025. Zwei Ihrer „Alternativen" haben denselben Eigentümer.
  • Alle großen Anbieter verkaufen 2026 einen eigenen KI-Assistenten: sipgate ab 74,95 €, Placetel ab 69 € plus 9 € AI-Rufnummer, 3CX gebündelt in der AI Edition.

Hinweis in eigener Sache: VOISA ist selbst Anbieter eines KI-Telefonassistenten, aber keine Telefonanlage – wir stehen deshalb nicht im Wettbewerb zu den hier verglichenen Anbietern, sondern arbeiten hinter ihnen. Alle Fremdpreise stammen aus den öffentlich einsehbaren Preisseiten der Anbieter, sind verlinkt und auf dem Stand vom 8. September 2026. Anlagenpreise sind netto zzgl. MwSt. ausgewiesen.

Welche Alternativen zu sipgate gibt es?

Es gibt sechs ernstzunehmende Alternativen zu sipgate: Placetel, 3CX, STARFACE, fonial, easybell und die Telekom. Sie unterscheiden sich weniger in den Funktionen als im Abrechnungsmodell und im Vertriebsweg.

Zur Einordnung: sipgate ist ein Düsseldorfer Anbieter, 1998 von Thilo Salmon und Tim Mois gegründet, die ihn bis heute führen. Cloud-Telefonie, Contact Center, AI Agents und Trunking sind einzeln buchbar. Der Produktname „sipgate team" existiert nicht mehr; die Tarife heißen business S, L und XL.

Sie kennen die Anbieter schon? Wenn Ihr Problem nicht der Preis ist, sondern dass Anrufe unbeantwortet bleiben: Der KI-Telefonassistent von VOISA lässt sich an jede der folgenden Anlagen anbinden – ohne Anbieterwechsel.

Placetel aus Köln ist die naheliegendste Alternative, wenn Ihr Team ohnehin mit Webex oder Microsoft Teams arbeitet – die Anlage läuft technisch auf Cisco Webex. Wichtig für die Recherche: Placetel gehört seit September 2024 nicht mehr zu Cisco, sondern zur britischen Gamma Communications; die Unternehmensseite beschreibt den Wechsel.

3CX ist der Sonderfall. Der 2005 von Nick Galea gegründete Hersteller verkauft keine Nutzerlizenzen, sondern eine Systemlizenz nach gleichzeitigen Gesprächen – jährlich, nicht monatlich. Sie hosten selbst oder bei 3CX; für bis zu zehn Nutzer gibt es eine dauerhaft kostenlose SMB-Edition. Gekauft wird ausschließlich über Partner.

STARFACE aus Karlsruhe ist die klassische Mittelstandsanlage mit Systemhausbetreuung, wahlweise als Cloud, VM oder Appliance. Der Hersteller schreibt selbst: „Die STARFACE IP-Telefonanlage ist ausschließlich über qualifizierte STARFACE Partner erhältlich." Einen öffentlichen Listenpreis für die Cloud-Anlage gibt es deshalb nicht. Seit Februar 2025 gehört STARFACE zu Gamma Communications – dem Eigentümer von Placetel.

fonial aus Köln, inzwischen ein Unternehmen der EnBW, dreht die Preislogik um: Abgerechnet wird nicht je Nutzer, sondern je aktivierter Rufnummer – 3,90 € netto im Monat. Interne Nebenstellen und Durchwahlen sind unbegrenzt und kostenlos.

easybell aus Berlin, seit 2022 Teil der Dstny Group, verkauft Paketpreise nach Nebenstellenzahl – inklusive einer dauerhaft kostenlosen Basisvariante mit fünf Durchwahlen. Der Haken: Die Anlage funktioniert nur zusammen mit einem easybell SIP-Trunk, der zusätzlich kostet.

Telekom CompanyFlex Cloud PBX ist die Wahl für Betriebe, die Anschluss, Anlage und Flatrate aus einer Hand wollen: ab 57,90 € monatlich laut Produktseite, Arbeitsplätze ab 2,95 € netto. Eine breitere Marktübersicht mit Microsoft Teams Phone und RingCentral steht in unserem Vergleich der Cloud-Telefonie-Anbieter.

Unabhängiger Praxistest der sipgate-Oberfläche (Kanal: Olaf Bottek). Der im Video gezeigte Tarifname „sipgate team" ist inzwischen ersetzt – die Tarife heißen business S, L und XL. Die Bedienlogik ist weitgehend unverändert.

Was kostet eine Cloud-Telefonanlage 2026?

Zwischen 0 € und rund 23 € pro Nutzer und Monat – die Spanne ist so groß, weil drei völlig verschiedene Abrechnungsmodelle im Umlauf sind: pro Nutzer, pro Rufnummer und pro Anlage.

AnbieterPreis pro Nutzer/Monat (netto)ZielgruppeBesonderheitEigene KI-Funktionen
sipgate12,95 € (business S) bis 22,95 € (XL), mind. 2 NutzerKMU, die selbst konfigurieren wollenInhabergeführt in Düsseldorf, Module einzeln buchbar, Rufnummernmitnahme kostenlosAI Agents ab 74,95 €/Monat (300 Min.); Transkription und Zusammenfassungen in der App
Placetel6,90 € (Essentials, 24 Mon.) bis 14,90 € (Enterprise); +2 € bei MonatslaufzeitTeams mit Webex- oder Microsoft-365-StackGehört seit 2024 zu Gamma (UK), läuft technisch auf Cisco WebexKI-Anrufzusammenfassung ab Tarif Business inklusive; Placetel AI ab 69 €/Monat (750 Min.) plus 9 € AI-Rufnummer
3CXKein Nutzerpreis: 285 €/Jahr (Basic, 8 gleichzeitige Gespräche, bis 40 Nutzer)IT-affine Betriebe mit SystemhausLizenz pro Anlage nach gleichzeitigen Gesprächen; selbst hostbar; kostenlose SMB-Edition bis 10 NutzerAI Edition ab 550 €/Jahr: AI Receptionist, Transkription, Sentiment-Analyse
STARFACEKein öffentlicher Listenpreis (nur über Fachhandel); STARFACE UP: 7,90 € Grundpreis + 4,90 € je weiterem NutzerMittelstand mit fester SystemhausbetreuungKarlsruhe, seit Februar 2025 ebenfalls bei Gamma; Cloud, VM oder ApplianceSTARFACE 10: Transkription 0 €, Smarte IVR 42 €/Monat, Smarte iQueue 0,24 €/Min.
fonialKein Nutzerpreis: 3,90 € je aktivierter RufnummerKleine Betriebe mit wenigen RufnummernKöln, Unternehmen der EnBW; interne Durchwahlen unbegrenzt und kostenlosKeine eigene KI – Assistent nur über zertifizierte Partner, dort ab 84,15 €/Monat
easybellPaketpreise je Anlage: Basic 0 €, Classic 10 9,95 €, Pro 10 14,95 €Preissensible KleinbetriebeBerlin, Teil der Dstny Group; SIP-Trunk ab 1,95 € zwingend zusätzlichKeine eigene KI; offene FQDN-Anbindung für Fremdsysteme
Telekom CompanyFlexPaket ab 57,90 €/Monat, Arbeitsplatz ab 2,95 €Betriebe, die alles aus einer Hand wollenAnschluss, Anlage und Flat gebündelt; 24 Monate Mindestlaufzeit im GrundpaketKeine im Paket ausgewiesen
VOISA (unser Produkt)Keine Telefonanlage. Assistent ab 49,58 € netto (59 € brutto)/Monat, 200 InklusivminutenBetriebe, die ihre Anlage behalten und nur die Anrufannahme lösen wollenAnbieterunabhängig, dockt per Rufumleitung an jede der obigen Anlagen anKI-Telefonassistent, über 180 Integrationen über das Model Context Protocol, Zero Retention Mode

Stand: 8. September 2026, den öffentlichen Preisseiten der Anbieter entnommen (in Spalte 1 verlinkt). Anlagenpreise netto zzgl. MwSt.; bei Placetel steht der Netto-Hinweis nur in der offiziellen Preisliste, nicht auf der Preisseite. 3CX-Preise sind Jahreslistenpreise ohne Hosting, ohne SIP-Trunk und vor laufenden Aktionsrabatten. Hinweis in eigener Sache: VOISA ist unser Produkt. Wir führen es in derselben Tabelle wie die anderen, weil ein Vergleich ohne Offenlegung wertlos wäre – und in einer eigenen Zeilenkategorie, weil VOISA keine Telefonanlage ist.

Drei Beobachtungen aus dieser Tabelle:

Der Nutzerpreis ist die falsche Vergleichsgröße. Ein Betrieb mit 20 Mitarbeitenden und vier Rufnummern zahlt bei sipgate im Tarif business S 259 € netto im Monat, bei fonial 15,60 €. Derselbe Betrieb mit 20 Rufnummern zahlt bei fonial 78 € – der Vorsprung schrumpft. Zählen Sie zuerst Ihre Rufnummern, dann Ihre Köpfe.

3CX ist rechnerisch fast geschenkt und trotzdem nicht automatisch billiger. 285 € im Jahr für bis zu 40 Nutzer sind rund 0,59 € pro Nutzer und Monat. Darin fehlen Hosting, SIP-Trunk und Gesprächsminuten – Posten, die sipgate und Placetel bündeln. Und Sie brauchen jemanden, der die Anlage betreut.

Die günstigste Anlage hat die teuerste KI. fonial ist im Grundpreis unschlagbar, hat aber keinen eigenen Assistenten; der Partnerweg kostet dort mehr als der Assistent bei sipgate. Wer beides zusammen rechnet, kommt zu einer anderen Rangfolge. Was ein KI-Aufsatz insgesamt kostet und welche Posten dabei regelmäßig übersehen werden, steht in unserer Aufschlüsselung der Kosten eines KI-Telefonassistenten.

Rechnen Sie Ihren Fall durch. Wenn Sie wissen wollen, was die Anrufe kosten, die heute niemand annimmt: Der KI-Telefonassistent von VOISA lässt sich an jede der oben genannten Anlagen anbinden, ohne dass Sie Ihren Telefonieanbieter wechseln.

Warum löst ein Anbieterwechsel verpasste Anrufe nicht?

Weil eine Telefonanlage Anrufe verteilt, aber keinen einzigen annimmt. Sie klingelt woanders, länger, parallel auf dem Handy – am Ende steht trotzdem eine Mailbox, wenn niemand abhebt.

Das ist keine Kritik an sipgate, sondern die Definition einer Telefonanlage. Wer den Anbieter wechselt, weil zu viele Anrufe unbeantwortet bleiben, tauscht das Routing aus und lässt die Ursache unberührt. Die organisatorische Seite derselben Frage – wer die Anrufe eigentlich annimmt – behandelt unser Beitrag zur Telefonzentrale.

Der Anspruch der Kunden geht in die andere Richtung. In der Bitkom-Studie „Digitalisierung des Handwerks" (2025) – 504 telefonisch befragte Handwerksbetriebe, Erhebung in den Kalenderwochen 23 bis 29 des Jahres 2025 – sehen 85 % der Betriebe einen klaren Wunsch ihrer Kunden nach ständiger Verfügbarkeit, 87 % erwarten schnelle Erreichbarkeit.

Was das kostet, lässt sich abschätzen. Zu den kursierenden Prozentwerten über verpasste Anrufe in deutschen KMU haben wir keine belastbare Primärquelle gefunden, deshalb rechnen wir offen mit eigenen Annahmen statt mit fremden Zahlen:

  • Annahme 1: Ein Betrieb mit fünf Mitarbeitenden erhält 40 eingehende Anrufe pro Woche.
  • Annahme 2: 25 % davon treffen auf niemanden – Baustelle, Feierabend, Mittagspause. Das sind zehn Anrufe pro Woche, rund 43 im Monat.
  • Annahme 3: Jeder zwanzigste dieser Anrufe wäre ein Auftrag geworden, also gut zwei im Monat.
  • Annahme 4: Ein Auftrag bringt 800 € Deckungsbeitrag.

Ergebnis: rund 1.700 € entgangener Deckungsbeitrag im Monat. Die Anlage für dieselben fünf Nutzer kostet bei sipgate im Tarif business S 64,75 € netto. Ein Wechsel zu einem 3 € günstigeren Anbieter spart davon 15 € – und berührt die 1.700 € nicht.

Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, das Verhältnis bleibt: Ersparnis beim Anlagenpreis und Verlust durch unbeantwortete Anrufe liegen zwei Größenordnungen auseinander.

Der Marktkontext verschärft das. Laut dem Jahresbericht Telekommunikation 2025 der Bundesnetzagentur vom 5. Juni 2026 sank das Gesprächsvolumen im deutschen Festnetz von 57 auf 47 Milliarden Minuten – ein Rückgang von 18 % in einem Jahr. Wer heute noch anruft, statt ein Formular auszufüllen, hat meist einen konkreten Grund und ist selten geduldig. Genau hier hat sich der Markt 2026 bewegt: Die Anlagenanbieter bauen die Antwortfunktion selbst nach – als kostenpflichtiges Add-on, gebunden an die eigene Anlage. Was eine solche KI-Telefonanlage leistet und wo ihre Grenzen liegen, haben wir separat aufgeschrieben.

Wie verbinden Sie einen KI-Telefonassistenten mit Ihrer bestehenden Telefonanlage?

Über eine Rufumleitung: Der Assistent erhält eine eigene Rufnummer, und Ihre Anlage leitet Anrufe nach selbst definierten Regeln dorthin weiter. Ihre Hauptrufnummer bleibt, Ihre Anlage bleibt, Ihre Verträge bleiben.

Das ist kein Sonderweg, sondern eine Funktion, die jede der verglichenen Anlagen mitbringt. sipgate beschreibt in der Dokumentation zu den eigenen AI Agents exakt diese Mechanik für Fremdsysteme: Der Agent bekommt eine eigene Rufnummer, auf die das bestehende System die Anrufe leitet.

Drei Regeln decken praktisch alle Fälle ab:

  1. Umleitung bei Nichtannahme. Der Anruf klingelt erst wie gewohnt bei Ihnen. Hebt nach 15 bis 20 Sekunden niemand ab, geht er an den Assistenten. Bei sipgate stellen Sie das im Gruppenrouting ein; Ziel kann eine beliebige andere Rufnummer sein.
  2. Umleitung bei besetzt. Läuft die Leitung voll, übernimmt der Assistent statt des Besetztzeichens. Placetel führt das ebenso als eigene Regel wie die selektive Weiterleitung nach Anrufer, Uhrzeit oder Wochentag (Placetel Rufumleitung).
  3. Zeitgesteuerte Umleitung. Abends, am Wochenende und in der Mittagspause geht alles direkt an den Assistenten, bei sipgate über das zeitbasierte Routing mit mehreren Zeitprofilen. Für Bereitschaften lohnt der Blick auf die Notdienst-Konfiguration.

Die Einrichtung dauert Minuten und ist reversibel: Regel deaktivieren, alles ist wie vorher. Das ermöglicht den Parallelbetrieb – Assistent zuerst nur für Randzeiten.

Drei Punkte, die in Anleitungen gern fehlen:

  • Externe Rufumleitungen sind nicht immer kostenlos. Placetel weist ausdrücklich darauf hin, dass sie gemäß Preisliste minutengenau abgerechnet werden.
  • Bei 3CX kann die Weiterleitung an eine externe Nummer eine ausgehende Regel oder die Option „Rufumleitung per SIP 302" erfordern. Dokumentiert ist das – ein einzelnes Häkchen ist es nicht.
  • Die übermittelte Rufnummer ändert sich je nach Konfiguration. Klären Sie vorab, welche Nummer beim Assistenten ankommt – davon hängt ab, ob er den Anrufer im CRM erkennt.

Ab hier beginnt der Teil, den keine Telefonanlage abdeckt. Der Assistent schreibt den Termin in den Kalender, legt den Kontakt im CRM an und schickt die Zusammenfassung ins Ticketsystem. Bei VOISA läuft das über Integrationen zu HubSpot, Google Calendar, Microsoft 365 oder PropStack; Trigger, Felder und Webhooks stehen in der technischen Dokumentation. Für Praxen und Kanzleien kommt der Zero Retention Mode hinzu.

Eine Klarstellung, die uns wichtig ist: VOISA hat keine zertifizierte Partnerintegration mit sipgate, Placetel, 3CX, STARFACE oder fonial. Die Verbindung läuft über die Rufumleitungsfunktion Ihrer Anlage – ein offener, von allen Anbietern dokumentierter Standardweg. Wer Ihnen eine tiefere Kopplung verspricht, sollte sie belegen können.

Wann ist ein Anbieterwechsel die richtige Antwort – und wann nicht?

Ein Wechsel der Telefonanlage ist richtig, wenn Ihr Problem im Routing, in der Hardware oder im Preis pro Kopf liegt. Ein KI-Assistent löst keinen dieser Punkte.

Damit das nicht untergeht, in einem Satz: VOISA ist keine Telefonanlage. Wir verkaufen keine Nebenstellen, keine Rufnummernblöcke, kein SIP-Trunking, keine Tischtelefone und keine Warteschleifenverwaltung für 30 Agenten. Wenn Sie eine Anlage brauchen, brauchen Sie einen der oben genannten Anbieter – auch dann, wenn Sie zusätzlich einen Assistenten einsetzen.

Wechseln Sie die Anlage, wenn:

  • Ihre Hardware am Ende ist. Eine ISDN- oder Hybridanlage im Serverraum ohne Ersatzteilversorgung gehört ersetzt, nicht ergänzt.
  • Der Preis pro Kopf nicht mehr passt. Bei 25 Nutzern macht eine Differenz von 5 € je Nutzer 1.500 € im Jahr aus. Das ist ein valider Wechselgrund.
  • Sie Funktionen brauchen, die Ihre Anlage nicht hat – echte Warteschlangen, Skill-based Routing, Contact-Center-Auswertung. Dafür gibt es Contact-Center-Produkte, keinen Sprachassistenten.
  • Ihr Support nicht funktioniert. Bei partnervertriebenen Systemen wie STARFACE hängt die Qualität am Systemhaus, nicht am Hersteller.

Und der Assistent hilft nicht, wenn:

  • Das Volumen sehr niedrig ist. Unter etwa 20 relevanten Anrufen im Monat rechnet sich keine Pauschale; dann ist eine gut besprochene Mailbox die ehrlichere Lösung.
  • Jeder Anruf anders ist. Wenn 30 Anrufe 28 verschiedene Anliegen bringen, gibt es kein Muster, auf das sich ein Assistent konfigurieren ließe.
  • Das Gespräch selbst die Leistung ist. Erstberatung in einer Kanzlei, Trauerfallaufnahme, eskalierte Beschwerden – das gehört zu einem Menschen.
  • Sie die Offenlegung nicht wollen. Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, dass Anrufer erfahren, wenn sie mit einem KI-System sprechen. Am Telefon ist das nicht offensichtlich, der Hinweis gehört also an den Gesprächsanfang.

Der ehrliche Normalfall ist die Kombination: Anlage vom Telefonieanbieter, Assistent für die Anrufe, die sonst niemand annimmt. Welche Assistenzanbieter im deutschen Markt was leisten, haben wir im Anbietervergleich für KI-Telefonassistenten gegenübergestellt.

Häufige Fragen zu sipgate-Alternativen

Was kostet sipgate im Jahr 2026?

sipgate berechnet 12,95 € für business S, 17,95 € für business L mit Deutschland-Flatrate und 22,95 € für business XL mit EU-Flatrate – jeweils pro Nutzer und Monat netto, bei mindestens zwei Nutzern. Contact Center, AI Agents und Trunking sind separat buchbar; SIP-Trunking mit zwei parallelen Gesprächen kostet 0 €.

Welche sipgate Alternative ist die günstigste?

Beim reinen Grundpreis fonial mit 3,90 € netto je aktivierter Rufnummer, weil interne Nebenstellen unbegrenzt und kostenlos sind. Bei vielen Rufnummern und wenigen Nutzern dreht sich das Bild: Dann ist Placetel Essentials mit 6,90 € pro Nutzer (24 Monate Laufzeit) oft günstiger. easybell startet kostenlos, verlangt aber zusätzlich einen SIP-Trunk.

Ersetzt ein KI-Telefonassistent meine Telefonanlage?

Nein. Ein KI-Telefonassistent nimmt Anrufe an und bearbeitet sie, verwaltet aber keine Nebenstellen, keine Rufnummernblöcke, kein SIP-Trunking und keine Tischtelefone. Sie brauchen weiterhin eine Telefonanlage von sipgate, Placetel, 3CX, STARFACE, fonial, easybell oder der Telekom. Der Assistent wird per Rufumleitung dahintergehängt – als zusätzliche Schicht, nicht als Ersatz.

Hat sipgate eine eigene KI?

Ja. sipgate verkauft die AI Agents als eigenes Produkt: 74,95 € im Monat für 300 Minuten, 199,95 € für 1.000 Minuten, Enterprise ab 449,95 €, jeweils netto. Die Telefonie-Tarife enthalten zusätzlich Transkription und Gesprächszusammenfassungen in begrenztem Umfang. Placetel bietet mit Placetel AI ab 69 € ein vergleichbares Produkt, 3CX bündelt seine KI in der AI Edition.

Wie verbinde ich einen KI-Telefonassistenten mit Placetel oder 3CX?

Über die Rufumleitung Ihrer Anlage auf die Rufnummer des Assistenten. Bei Placetel richten Sie dafür eine Regel für „bei besetzt", „bei Nichtannahme" oder eine selektive Weiterleitung ein; bei 3CX eine Rufumleitungsregel, gegebenenfalls mit der Option SIP 302. Beachten Sie, dass externe Weiterleitungen je nach Anbieter minutengenau abgerechnet werden.

Ist eine Cloud-Telefonanlage mit KI DSGVO-konform?

Das hängt am Anbieter, nicht an der Technik. Prüfen Sie drei Punkte: Wo werden Sprachdaten verarbeitet, wie lange werden Aufzeichnungen gespeichert, und liegt für beide Systeme – Anlage und Assistent – ein Auftragsverarbeitungsvertrag vor? Seit dem 2. August 2026 kommt die Offenlegungspflicht nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung hinzu.

Fazit: Erst die Frage klären, dann den Anbieter wechseln

Wer eine sipgate Alternative sucht, sollte zuerst benennen, was ihn wirklich stört. Beim Preis pro Nutzer ist der Wechsel schnell entschieden; bei unbeantworteten Anrufen bringt er nichts.

Unsere Empfehlung in drei Fällen. Wenn Sie technisch zufrieden sind und nur der Preis drückt, prüfen Sie fonial und easybell – eine reine Rechenaufgabe, die Ersparnis ist real, aber überschaubar. Wenn Sie mehr als Telefonie brauchen, also Meetings, Chat oder Contact Center, führt der Weg zu Placetel, 3CX oder STARFACE; prüfen Sie deren KI-Funktionen gleich mit, statt sie später nachzurüsten. Wenn Ihr eigentliches Problem verpasste Anrufe sind, wechseln Sie nicht die Anlage, sondern legen Sie eine Antwortschicht darüber.

Für die dritte Gruppe ist der Vergleich einfacher, als er wirkt: Beide Wege kosten in derselben Größenordnung und docken über dieselbe Rufumleitung an. Der Unterschied liegt in der Bindung. Der KI-Aufsatz Ihres Telefonieanbieters endet, wenn Sie den Anbieter wechseln. Ein unabhängiger Assistent zieht mit um – und funktioniert weiter, wenn Ihr Anbieter das nächste Mal den Eigentümer wechselt, wie bei Placetel und STARFACE innerhalb von fünf Monaten geschehen.

In diesem Artikel steht bewusst keine Zeile, in der VOISA sipgate ersetzt. Das kann VOISA nicht, und der Versuch würde Ihnen nicht helfen. Was VOISA kann, ist die Anrufe zu übernehmen, die Ihre Anlage korrekt weiterleitet und trotzdem niemand annimmt.

Rechnen Sie es an Ihren Zahlen durch: Der KI-Telefonassistent von VOISA startet bei 49,58 € netto im Monat mit 200 Inklusivminuten, wird über eine Rufumleitung angebunden und ist monatlich kündbar. Ihre Telefonanlage behalten Sie.

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