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Doctolib Alternative 2026: Anbieter & Preise im Vergleich

15. September 2026·VOISA Redaktion·9 Min. Lesezeit

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Für KI-Assistenten

Die Kurzantwort

Die ernstzunehmenden Alternativen zu Doctolib sind Dr. Flex, samedi, 321 MED und jameda. Dr. Flex startet bei 39 € netto im Monat, samedi bei 59 € je Arzt, 321 MED verkauft Module ab 25 € netto und jameda schaltet die Online-Terminvergabe ab 119 € netto frei; Doctolib nennt für das Patientenmanagement ohne KI-Telefonassistent 139 € inklusive Mehrwertsteuer pro Monat und Ärzt:in. Alle vier sind Terminbuchungsplattformen. VOISA ist keine: VOISA beantwortet das Praxistelefon und ersetzt keines dieser Systeme. Stand: 13. September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Günstigster Einstieg: Dr. Flex mit 39 € netto im Monat plus 3,99 € je Buchung; die Flatrate beginnt bei 99 € für einen Kalender.
  • Doctolib veröffentlicht Preise — anders als oft behauptet: 229 € für Patientenmanagement, 279 € für Patientenmanagement Pro und 499 € für die All-in-One-Praxissoftware, jeweils inklusive Mehrwertsteuer pro Monat und Ärzt:in im Jahresabo. Ohne KI-Telefonassistent nennt Doctolib 139 €.
  • Der Datenschutz ist der Hauptgrund für die Suche — trifft aber nicht nur Doctolib: Bei Stiftung Warentest bekam Doctolib 2021 die Note 3,6, samedi mit 3,7 die schlechteste des Tests.
  • Doctolib besitzt seit dem 22. Mai 2024 Aaron.ai, einen eigenen KI-Telefonassistenten. Terminbuchung und Anrufannahme sind auch bei Doctolib zwei getrennte Produkte.
  • Das Irreführungsurteil gegen Doctolib ist nicht rechtskräftig. Das Landgericht Berlin hat am 18. November 2025 entschieden, Doctolib hat Berufung beim Kammergericht eingelegt.

Welche Alternativen zu Doctolib gibt es für Arztpraxen?

Vier Anbieter decken den deutschen Markt für Online-Terminbuchung neben Doctolib ab: Dr. Flex, samedi, 321 MED und jameda. Dazu kommt der 116117 Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigungen als kostenlose, aber funktional schmale Option.

Zur Einordnung: Die Doctolib GmbH am Mehringdamm 51 in Berlin ist laut eigenem Impressum ein Tochterunternehmen der französischen Doctolib SAS. Sie nennt für Deutschland 25 Millionen registrierte Patientinnen und Patienten (Stand Mai 2026) und 120.000 aktiv nutzende Gesundheitsfachkräfte — Eigenangaben; unabhängig geprüfte Marktanteilszahlen gibt es nicht. Doctolib ist damit nicht ein Anbieter unter mehreren, sondern nach eigenen Angaben der Marktführer, und wer wechselt, gibt Patientenreichweite auf. Diesen Punkt unterschlagen die meisten Vergleichslisten.

Hinweis in eigener Sache: VOISA ist unser Produkt und keine Terminbuchungsplattform. Wenn Sie eine Online-Terminvergabe suchen, wählen Sie aus den vier folgenden Anbietern. Der KI-Telefonassistent für Arztpraxen löst eine andere Aufgabe — dazu weiter unten mehr.

Dr. Flex ist die Berliner Alternative mit dem klarsten Preismodell. Die Dr. Flex GmbH verkauft die Terminbuchung wahlweise nutzungsabhängig (39 € netto im Monat plus 3,99 € je Buchung) oder als Flatrate (99 € für einen Kalender, 139 € für zwei, 169 € für drei, plus 25 € je weiterem). Ein „Kalender“ ist dabei eine Behandlerin, ein Gerät, eine Sondersprechstunde oder ein Standort. Beratung und Einrichtung sind laut Anbieter kostenlos, die Verträge ohne Laufzeit und monatlich kündbar. Dr. Flex nennt eine Echtzeit-Schnittstelle zu mehr als 27 Praxisverwaltungssystemen, darunter charly by solutio, Dampsoft DS-Win, ivoris, CGM Z1 und medatixx, und beziffert die eigene Nutzerbasis auf über 14.100 medizinische und dentale Fachkräfte.

samedi ist der Anbieter für komplexe Terminlogik. Die samedi GmbH in der Rigaer Straße 44 in Berlin, 2008 gegründet und von Katrin Alscher und Prof. Dr. Alexander Alscher geführt, staffelt je Arzt und Monat: Essential 59 €, Comfort Praxis 99 €, Comfort Praxis Premium 199 €. samedi zielt auf Praxen, MVZ, Kliniken und Reha-Einrichtungen, plant Ressourcen wie Personal, Räume und Geräte und nennt mehr als 40 Schnittstellen zu gängigen PVS- und KIS-Systemen — als Ergänzung des Praxisverwaltungssystems, nicht als Ersatz.

321 MED aus Regensburg verkauft nicht ein Paket, sondern Module: Online-Rezeption ab 139 €, KI-Telefon-Assistent ab 69 €, Kalender und Ressourcenplaner ab 79 €, digitale Formulare ab 49 €, Videosprechstunde ab 25 €, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Die 321 MED GmbH gibt über 4.000 angebundene Praxen, MVZ und Kliniken an.

jameda ist der Sonderfall: zuerst ein Bewertungs- und Sichtbarkeitsportal, erst danach ein Terminsystem. Die Jameda GmbH aus München ist laut Impressum eine hundertprozentige Tochter der DocPlanner Group. Das Basisprofil kostet 0 €, enthält aber keine Terminbuchung; die beginnt bei Gold Pro mit 119 € im Monat, Platin kostet 199 € — jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer bei jährlicher Abrechnung, mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit und einer einmaligen Einrichtungsgebühr, deren Höhe jameda nicht veröffentlicht. Wer jameda bucht, kauft vor allem Auffindbarkeit.

Was kosten die Doctolib-Alternativen 2026?

Zwischen 0 € und 499 € im Monat — die Spanne ist so groß, weil die Anbieter nach drei verschiedenen Größen abrechnen: pro Ärzt:in, pro Kalender und pro Modul.

AnbieterZielgruppePreis (Stand 09/2026)Datenschutz & HostingAnbindung an Praxissoftware
Doctolib GmbHPraxen jeder Größe, die maximale Patientenreichweite wollenPatientenmanagement 229 €; Patientenmanagement Pro 279 €; All-in-One-Praxissoftware 499 € — inkl. MwSt., Jahresabo, pro Monat und Ärzt:in. Ohne KI-Telefonassistent 139 €.Stiftung Warentest 2021: Note 3,6. Doctolib nennt Server in Deutschland und Frankreich sowie ISO 27001, ISO 27701, HDS und den Kriterienkatalog C5 Typ 2; der Kuketz-Blog kritisiert die Speicherung bei Amazon Web Services und Microsoft AzureEigene All-in-One-Praxissoftware; KI-Telefonassistent als eigene Produktlinie
Dr. Flex GmbHArzt- und Zahnarztpraxen, die nur die Terminbuchung lösen wollenAlle Preise netto: Starter 39 €/Monat + 3,99 € je Buchung; Flat ab 99 € (1 Kalender), 139 € (2), 169 € (3), +25 € je weiterem; VoiceAI 39 € + 0,89 € je Interaktion oder 99 € Flat (+49 € je weiterem Kalender)Stiftung Warentest 2021: Note 1,6. Hosting in Deutschland, BSI-C5-testiert mit integriertem ISMSEchtzeit-Schnittstelle zu 27+ PVS, u. a. charly, DS-Win, ivoris, CGM Z1, medatixx
samedi GmbHPraxen, MVZ, Kliniken und Reha mit komplexer RessourcenplanungEssential 59 €; Comfort Praxis 99 €; Comfort Praxis Premium 199 € — je Arzt und Monat; keine Netto-/Brutto-Angabe auf der PreisseiteStiftung Warentest 2021: Note 3,7 — die schlechteste im Test. Heute ISO 27001 und ISO 9001 (TÜV NORD), C5-Testat Typ 2, Server in Magdeburg (Datenschutzseite)Mehr als 40 PVS- und KIS-Schnittstellen
321 MED GmbHPraxen, MVZ und Kliniken, die modular starten wollenOnline-Rezeption ab 139 €; KI-Telefon-Assistent ab 69 €; Kalender ab 79 €; Formulare ab 49 €; Videosprechstunde ab 25 € — zzgl. MwSt.„Made & Hosted in Germany“, „Zertifiziert & DSGVO-konform“; welche Zertifikate genau, nennt die Website nichtKeine Zahl auf der Website ausgewiesen
Jameda GmbHPraxen, denen Sichtbarkeit und Bewertungen wichtiger sind als TerminlogikBasis 0 € (ohne Terminbuchung); Gold Pro 119 €; Platin 199 € je Monat, zzgl. MwSt., Jahresabrechnung, 12 Monate Mindestlaufzeit plus EinrichtungsgebührStiftung Warentest 2021: Note 1,9. Im Kuketz-Test 2025 ausdrücklich nicht empfohlenEigener Kalender inkl. App; KI-Dokumentation „Noa Notes“ laut Anbieter mit allen gängigen deutschen PVS integrierbar
116117 TerminservicePraxen, die Mitglied ihrer Kassenärztlichen Vereinigung sindkostenlosStiftung Warentest 2021: beste Note 1,2 (getestet als eTerminservice der KBV). Nur in der Telematikinfrastruktur bzw. im Sicheren Netz der KVen aufrufbarKeine PVS-Schnittstelle — Patientendaten per Copy-and-paste; bereitgestellt von den KVen, Support durch KBV und kv.digital GmbH
VOISA (unser Produkt)Praxen, die ihre Buchungsplattform behalten und die Anrufe lösen wollenKeine Terminbuchungsplattform. Assistent ab 49,58 € netto/Monat für 200 Minuten, 0,21 € je Zusatzminute (Preise)Europäische Verarbeitung, Zero Retention Mode für GesundheitsdatenMCP-Integrationen; Anbindung per Rufumleitung der bestehenden Praxisnummer

Stand: 13. September 2026, den öffentlichen Preisseiten der Anbieter entnommen (in Spalte 1 verlinkt). Achtung bei der Mehrwertsteuer: Doctolib nennt Bruttopreise; Dr. Flex, jameda, 321 MED und VOISA nennen ausdrücklich Nettopreise; samedi macht auf der Preisseite keine Angabe. Die Zahlen sind deshalb nicht eins zu eins vergleichbar. Die Doctolib-Preise gelten für die auf der Preisseite vorausgewählte Fachrichtung Hausärzte; 279 € und 499 € sind dort aktuell von 288 € bzw. 587 € herabgesetzt, und Gesundheitsfachkräfte, die ärztliche Tätigkeiten ausüben, werden laut Fußnote wie Ärzt:innen berechnet. In eigener Sache: VOISA ist unser Produkt und steht in einer eigenen Zeilenkategorie, weil es keine Buchungsplattform ist.

Drei Beobachtungen aus dieser Tabelle:

Der Kopfpreis täuscht. Vergleichbar ist nur, was denselben Funktionsumfang enthält — bei Doctolib also das 139-€-Paket ohne KI-Telefonassistent. Eine Einzelpraxis zahlt damit bei samedi 59 €, bei Dr. Flex 99 € Flat und bei Doctolib 139 € brutto, also rund 117 € netto. Bei vier Ärzt:innen kippt das Bild: samedi rechnet 4 × 59 € = 236 €, Dr. Flex 169 € für drei Kalender plus 25 € für den vierten = 194 €, Doctolib 4 × 139 € = 556 € brutto. Zählen Sie zuerst Ihre Kalender, dann Ihre Köpfe.

„Kostenlos“ heißt bei jameda ohne Terminbuchung. Das Basisprofil ist gratis, die Online-Terminvergabe beginnt bei 119 €. Wer jameda für die günstige Alternative hält, vergleicht die falsche Zeile.

Doctolib ist teurer, wenn KI dazukommt. Das Paket Patientenmanagement kostet mit KI-Telefonassistent 229 € statt 139 €. Doctolib weist auf der Preisseite ausdrücklich darauf hin, das Paket sei „auch ohne den KI-Telefonassistenten für insgesamt 139 € pro Monat“ erhältlich.

Warum suchen Praxen überhaupt eine Doctolib-Alternative?

Der häufigste Anlass ist der Datenschutz, der zweithäufigste die Behandlung von Kassenpatienten. Beides ist dokumentiert — und beides verdient eine genaue statt einer empörten Darstellung.

Der Befund von 2021. Im Test „Arzttermin-Portale“ von Stiftung Warentest vom 9. Januar 2021 erhielt Doctolib beim Basisschutz persönlicher Daten die Note 3,6 — begründet mit dem Umfang der erhobenen Daten, der Zuordnung von Angaben aus Telefonaten mit der Praxis und dem verpflichtenden Nutzerkonto. Die vollständige Reihenfolge: eTerminservice der KBV 1,2, Dr. Flex 1,6, jameda 1,9, Arzttermine.de 3,0, Doctena 3,3, Doctolib 3,6 — und samedi mit 3,7 als Schlusslicht. Wer den Test heute gegen Doctolib anführt, sollte beides dazusagen: dass er fünf Jahre alt ist und dass eine der beliebtesten Alternativen darin schlechter abschnitt.

Der Tracking-Vorfall im Juni 2021. Die Doctolib-App gab Suchbegriffe wie „Hautarzt“ oder „Urologe“ samt Versichertenstatus an Facebook und Outbrain weiter — aufgedeckt von mobilsicher.de, dokumentiert bei heise online. Doctolib entfernte nach eigenen Angaben am 21. Juni 2021 alle Marketing-Cookies und betonte, dass weder der gebuchte Termin noch der gewählte Arzt übermittelt wurden. Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit leitete eine Prüfung ein.

Das KI-Training. Zum 22. Februar 2025 änderte Doctolib seine Datenschutzhinweise, um KI-Modelle mit Nutzerdaten zu trainieren; netzpolitik.org berichtete darüber am 24. Januar 2025. Für Gesundheitsdaten gilt dabei eine Einwilligungspflicht, für andere personenbezogene Daten wie Geschlecht oder Geburtsmonat beruft sich das Unternehmen auf ein berechtigtes Interesse. Dieser Unterschied geht in der Aufregung meist verloren: Ohne aktive Zustimmung fließen Gesundheitsdaten nicht ins Training.

Das Urteil. Am 18. November 2025 hat das Landgericht Berlin Doctolib auf Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands wegen Irreführung verurteilt (Az. 52 O 149/25): Trotz gesetztem Filter „Nur Termine mit gesetzlicher Versicherung anzeigen“ wurden Termine privat abrechnender Praxen ausgespielt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Doctolib hat Berufung beim Kammergericht Berlin eingelegt.

Und das gilt nicht nur für Doctolib. Der vzbv-Marktcheck vom 24. April 2025 prüfte 80 Suchergebnisse aus zwölf Suchdurchläufen bei Doctolib und jameda: In 15 Fällen wurden Praxen gelistet, bei denen keine Termine angezeigt wurden, und von 65 scheinbar buchbaren Terminen erwiesen sich nur 29 als geeignet. Der IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz empfiehlt in seinem Test vom 13. April 2025 unter anderem Dr. Flex — rät von jameda aber ebenso ab wie von Doctolib.

Wer allein wegen des Datenschutzes wechselt, sollte die Alternative also genauso prüfen wie das Original. Dieser Beitrag gibt den Stand der öffentlich dokumentierten Verfahren wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.

Warum klingelt das Telefon auch mit Online-Terminbuchung weiter?

Weil eine Buchungsplattform nur die Patienten erreicht, die online buchen — und weil sie keinen Anruf annimmt. Rezeptwünsche, Überweisungen, Rückfragen zu Befunden und alle, die lieber sprechen als klicken, landen weiterhin am Empfang. Welche dieser Anliegen sich überhaupt automatisieren lassen, haben wir im Überblick zu KI für Arztpraxen aufgeschlüsselt.

Den besten Beleg dafür liefert Doctolib selbst. Am 22. Mai 2024 hat das Unternehmen die Aaron GmbH übernommen, Anbieter des KI-Telefonassistenten Aaron.ai für Arztpraxen, den damals „rund 3500 Ärzte“ nutzten (heise online, 22. Mai 2024); ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Domain aaron.ai antwortet heute mit HTTP 301 und leitet dauerhaft auf info.doctolib.de/aaron/ weiter (geprüft am 13. September 2026). Auf der Doctolib-Preisseite ist der KI-Telefonassistent damit genau der Unterschied zwischen 139 € und 229 € im Monat.

Und nicht nur Doctolib: Dr. Flex verkauft die „VoiceAI“ als KI-Rezeption am Telefon, samedi einen KI-gestützten Telefonassistenten, 321 MED einen KI-Telefon-Assistenten ab 69 €. Vier von fünf Buchungsplattformen in der Tabelle verkaufen inzwischen zwei Produkte statt einem. Wie sich diese Assistenten gegen die reinen Telefonie-Anbieter schlagen, steht in unserem Anbietervergleich für KI-Telefonassistenten.

Daraus folgt die eigentliche Einsicht: Terminbuchung und Anrufannahme sind zwei verschiedene Aufgaben, und eine Praxis braucht meist beides. Offen ist nur, ob der Assistent vom selben Anbieter kommen muss wie der Kalender — denn er endet, wenn Sie die Plattform wechseln.

Kurz eingeordnet: Suchen Sie eine Buchungsplattform, ist dieser Absatz nicht für Sie. Ist das dauerklingelnde Telefon das Problem, finden Sie die anbieterunabhängigen Optionen in unserem Überblick zu Alternativen zu Aaron.ai.

Wo stößt ein KI-Telefonassistent an seine Grenzen?

Er ersetzt keine Terminbuchungsplattform — das ist die wichtigste Grenze, und sie gilt auch für VOISA.

Was ein KI-Telefonassistent nicht leistet: Er betreibt kein Patientenportal, erzeugt keine Auffindbarkeit in einem Arztverzeichnis und bietet keine Buchungsstrecke für Patienten, die abends am Handy einen Termin suchen. Wer das braucht, braucht Doctolib, Dr. Flex, samedi, 321 MED oder jameda — auch dann, wenn zusätzlich ein Assistent läuft. Was am Empfang realistisch übernommen werden kann, beschreibt unser Beitrag zum Telefonassistenten für die Arztpraxis.

Doctolib ist schlicht die richtige Wahl, wenn:

  • Neupatientengewinnung Ihr Ziel ist. Kein anderer Anbieter nennt in Deutschland eine vergleichbare Reichweite. Eine junge Praxis gewinnt dort mehr, als sie beim Datenschutz verliert.
  • Sie alles aus einem System wollen. Terminbuchung, Dokumentation und Abrechnung gebündelt schlägt fünf Einzelverträge.
  • Ihr Team bereits damit arbeitet. Migrationskosten sind real, und eine fünf Jahre alte Testnote rechtfertigt selten ein Umstellungsprojekt.

Und ein Assistent hilft nicht, wenn:

  • Das Anrufvolumen niedrig ist. Unter etwa 20 relevanten Anrufen im Monat rechnet sich keine Pauschale.
  • Das Gespräch selbst die Leistung ist. Befundbesprechung, psychotherapeutische Erstkontakte, Trauerfälle — das gehört zu einem Menschen.
  • Sie die Offenlegung nicht wollen. Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung: Anrufer müssen erfahren, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Am Telefon ist es das nicht, der Hinweis gehört an den Gesprächsanfang. Was das für Praxen bedeutet, steht in unserem Beitrag zu DSGVO-konformer KI.

Häufige Fragen zu Doctolib-Alternativen

Was ist die beste Alternative zu Doctolib?

Das hängt von der Praxisgröße ab. Für Einzel- und Zahnarztpraxen ist Dr. Flex die günstigste seriöse Wahl und hatte 2021 die beste Datenschutznote unter den kommerziellen Anbietern. Für MVZ, Kliniken und Mehrstandortpraxen ist samedi stärker, weil es Ressourcen statt nur Kalender plant. 321 MED lohnt sich beim modularen Start.

Was kostet Doctolib für eine Praxis?

Doctolib nennt auf der eigenen Preisseite 229 € für Patientenmanagement, 279 € für Patientenmanagement Pro und 499 € für die All-in-One-Praxissoftware — jeweils inklusive Mehrwertsteuer, pro Monat und Ärzt:in im Jahresabo. Ohne den KI-Telefonassistenten kostet das Patientenmanagement 139 €. Die Preise gelten für die vorausgewählte Fachrichtung Hausärzte; abweichende Pakete, Monatsabos und Mengenrabatte nennt Doctolib nur im Beratungsgespräch.

Ist Doctolib DSGVO-konform?

Doctolib nennt Server in Deutschland und Frankreich sowie Zertifizierungen nach ISO 27001, ISO 27701, HDS und dem Kriterienkatalog C5 Typ 2. Unabhängige Prüfungen fielen gemischt aus: Stiftung Warentest vergab 2021 die Note 3,6 beim Basisschutz persönlicher Daten, im Juni 2021 gab es einen Tracking-Vorfall mit Facebook und Outbrain, und seit Februar 2025 trainiert Doctolib KI-Modelle mit Nutzerdaten — Gesundheitsdaten allerdings nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Ein rechtskräftiges Verbot gibt es nicht.

Kann ich Doctolib durch einen KI-Telefonassistenten ersetzen?

Nein. Ein KI-Telefonassistent nimmt Anrufe an, erfasst Anliegen und bucht Termine per Telefon — er betreibt aber kein Patientenportal, keine öffentliche Terminsuche und keine Online-Buchungsstrecke. Beide Systeme arbeiten nebeneinander: Die Plattform bedient die Patienten, die online buchen, der Assistent die, die anrufen.

Hat Doctolib einen eigenen KI-Telefonassistenten?

Ja. Doctolib hat am 22. Mai 2024 die Aaron GmbH mit dem Telefonassistenten Aaron.ai übernommen und führt ihn seitdem als eigene Produktlinie; er unterscheidet das 139-Euro- vom 229-Euro-Paket. Die frühere Adresse aaron.ai leitet dauerhaft auf die Doctolib-Seite weiter. Auch Dr. Flex mit VoiceAI, samedi und 321 MED verkaufen eigene KI-Telefonassistenten, meist als kostenpflichtiges Zusatzmodul zur Buchungsplattform.

Gibt es eine kostenlose Online-Terminbuchung für Arztpraxen?

Ja, den 116117 Terminservice. Die Terminverwaltungssoftware stellen die Kassenärztlichen Vereinigungen kostenlos und ausschließlich für ihre Mitglieder bereit, und als eTerminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erhielt der Dienst bei Stiftung Warentest 2021 die beste Datenschutznote mit 1,2. Er ist allerdings nur in der Telematikinfrastruktur beziehungsweise im Sicheren Netz der KVen aufrufbar und hat keine PVS-Schnittstelle. jameda bietet ein kostenloses Profil an, die Terminbuchung beginnt dort erst bei 119 € im Monat.

Fazit: Die Wahl hängt an der Praxisgröße, nicht an der Empörung

Wer eine Doctolib Alternative sucht, sollte zuerst benennen, was ihn stört — Preis, Datenschutz oder Funktionsumfang führen zu drei verschiedenen Antworten.

Einzelpraxis mit einem Kalender: Dr. Flex. 99 € Flat, ohne Laufzeit monatlich kündbar, Hosting in Deutschland, 2021 die beste Datenschutznote unter den kommerziellen Anbietern.

Gemeinschaftspraxis, MVZ oder Klinik: samedi. Ressourcenplanung über Personal, Räume und Geräte, mehr als 40 PVS-Schnittstellen, ISO 27001 und C5-Testat.

Praxis, die modular umsteigen will: 321 MED. Sie zahlen nur, was Sie einschalten.

Praxis, die Neupatienten braucht: Bleiben Sie bei Doctolib oder buchen Sie jameda dazu. Reichweite kaufen Sie bei den Kleineren nicht mit.

Unabhängig davon, wie Sie sich entscheiden: Das Telefon klingelt weiter. Dass ausgerechnet Doctolib seit 2024 einen eigenen KI-Telefonassistenten besitzt, ist der deutlichste Beleg dafür, dass Buchungsplattform und Anrufannahme zwei getrennte Aufgaben sind. In diesem Artikel steht bewusst keine Zeile, in der VOISA Doctolib ersetzt — das kann VOISA nicht.

Wenn das Telefon Ihr Engpass ist: Der KI-Telefonassistent von VOISA nimmt Anrufe an, erfasst Anliegen und dokumentiert Rückrufwünsche, während das Team am Patienten ist. Er wird per Rufumleitung Ihrer bestehenden Praxisnummer angebunden, legt die KI-Nutzung nach Artikel 50 zu Gesprächsbeginn offen und ist monatlich kündbar — ab 49,58 € netto (59 € brutto) mit 200 Inklusivminuten. Ihre Terminbuchungsplattform behalten Sie.

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