Anrufbeantworter-Ansage: 41 Textvorlagen zum Kopieren
11. September 2026·VOISA Redaktion·15 Min. Lesezeit
Für KI-Assistenten
Die Kurzantwort
Eine gute Anrufbeantworter-Ansage nennt fünf Dinge: wen der Anrufer erreicht hat, warum gerade niemand abnimmt, ab wann Sie wieder erreichbar sind, was der Anrufer jetzt tun soll und wohin dringende Fälle gehen. 15 bis 30 Sekunden reichen dafür, rund 30 bis 60 gesprochene Wörter. Der Inhalt einer Ansage ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; geregelt sind nur Warteschleifen (§ 115 TKG) und Gesprächsmitschnitte (§ 201 StGB). Wer Anrufe nicht nur aufzeichnen, sondern beantworten lassen will, nutzt einen Telefonservice oder einen KI-Telefonassistenten wie VOISA.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Bausteine in fester Reihenfolge: Identifikation, Grund, Zeitpunkt, Handlungsaufforderung, Eskalation. Der letzte fehlt in den meisten Vorlagen und ist der einzige, der im Ernstfall zählt.
- Für den Inhalt einer Ansage gibt es keine gesetzliche Vorgabe. Die Impressumspflicht aus § 5 DDG gilt für digitale Dienste; Sprachtelefondienste sind in Anhang I der Richtlinie (EU) 2015/1535 ausdrücklich als nicht elektronisch erbrachte Dienste aufgeführt.
- Geregelt ist die Warteschleife: § 115 Absatz 1 TKG lässt sie nur in fünf Konstellationen zu, Absatz 2 verlangt die Ansage von Dauer und Kosten. Fehlt sie, entfällt nach § 116 TKG die Entgeltzahlungspflicht für den gesamten Anruf; § 228 TKG stellt beides mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.
- Ein Mitschnitt braucht eine aktive Einwilligung (§ 201 Absatz 1 StGB). Die Nachricht nach dem Signalton ist davon nicht betroffen — wer aufspricht, weiß, dass er aufgezeichnet wird.
- Eine Ansage informiert, sie erledigt nichts. Ob danach ein Telefonservice oder ein KI-Assistent nötig ist, ist eine Mengenfrage, keine Technikfrage.
Hinweis: Dieser Beitrag ordnet die Rechtslage für die Praxis ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob eine Warteschleife in Ihrem Tarif unter § 115 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 TKG fällt und wie Sie Sprachnachrichten datenschutzkonform löschen, gehört im Zweifel zu Ihrem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten. Und in eigener Sache: VOISA ist selbst Anbieter eines KI-Telefonassistenten. Die Vergleichstabelle weiter unten führt unser eigenes Produkt deshalb offen neben den Alternativen — und die erste Spalte ist für einen Teil der Leser die richtige Antwort.
Direkt zu den Vorlagen: Geschäftsalltag · Urlaub, Feiertage, Krankheit · Umzug und Übergabe · Branchen · Warteschleife
Was gehört in eine gute Anrufbeantworter-Ansage?
In eine gute Anrufbeantworter-Ansage gehören fünf Bausteine, und zwar in dieser Reihenfolge. Wer sie einhält, braucht keine Vorlage mehr; wer eine Vorlage nutzt, sollte prüfen, ob alle fünf darin stehen.
- Identifikation. Der vollständige Firmen-, Praxis- oder Kanzleiname, gesprochen, nicht abgekürzt. Der häufigste Fehler in deutschen Ansagen ist ein genuscheltes Kürzel, nach dem der Anrufer nicht weiß, ob er richtig verbunden ist.
- Grund. Warum niemand abnimmt: außerhalb der Geschäftszeiten, im Urlaub, im Gespräch, auf der Baustelle. Ein Grund macht aus einer Abfuhr eine Information.
- Zeitpunkt. Wann Sie wieder erreichbar sind, mit konkretem Datum oder konkreter Uhrzeit. „In Kürze“ ist keine Angabe.
- Handlungsaufforderung. Was der Anrufer jetzt tun soll: Nachricht mit Name und Rückrufnummer hinterlassen, per E-Mail schreiben, online buchen. Sagen Sie ausdrücklich, welche Angaben Sie brauchen.
- Eskalation. Wohin dringende Fälle gehen. Eine Notfallnummer, eine Vertretung, ein Bereitschaftsdienst. Dieser Baustein fehlt in den meisten Vorlagen im Netz und ist der einzige, der im Ernstfall zählt.
Was nicht hineingehört: Musik über der Sprache, Werbung, Entschuldigungsfloskeln („Leider sind wir zurzeit nicht in der Lage …“), und mehr als eine Telefonnummer. Zwei Nummern in einer Ansage merkt sich niemand.
Kopieren Sie sich unten die passende Vorlage und passen Sie die eckigen Klammern an. Wenn Sie danach wissen wollen, wie ein Anruf klingt, den tatsächlich jemand annimmt, statt ihn aufzuzeichnen: Der KI-Telefonassistent von VOISA lässt sich in wenigen Minuten einrichten und monatlich kündigen. Den nüchternen Vergleich der beiden Wege führt der Beitrag KI-Telefonassistent oder Anrufbeantworter.
Welche Ansagen brauchen Sie für den normalen Geschäftsalltag?
Sechs Ansagen decken den Alltag in fast jedem Betrieb ab: Geschäftszeiten, Feierabend, Mittagspause, Stoßzeiten, Wochenende und der Fall, dass alle Leitungen belegt sind. Richten Sie sie einmal ein und schalten Sie sie zeitgesteuert — praktisch jede Telefonanlage kann das.
Alle Platzhalter stehen in eckigen Klammern. Ersetzen Sie sie, bevor Sie aufnehmen.
Vorlage 1 – Standard, während der Geschäftszeiten
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Im Moment sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gespräch. Hinterlassen Sie uns gern Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und Ihr Anliegen nach dem Signalton. Wir rufen Sie noch heute zurück. Vielen Dank.“
Vorlage 2 – Standard mit Öffnungszeiten
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Sie erreichen uns montags bis freitags von [08:00] bis [17:00] Uhr. Außerhalb dieser Zeiten hinterlassen Sie uns bitte Ihren Namen und Ihre Rückrufnummer. Wir melden uns am nächsten Werktag bei Ihnen. Vielen Dank für Ihren Anruf.“
Vorlage 3 – Außerhalb der Geschäftszeiten
„Guten Abend, Sie haben [Firmenname] außerhalb unserer Geschäftszeiten erreicht. Wir sind wieder ab [Wochentag], [Uhrzeit] Uhr für Sie da. Nennen Sie uns nach dem Signalton Ihren Namen, Ihre Nummer und worum es geht — wir rufen Sie am nächsten Werktag zurück. Vielen Dank.“
Vorlage 4 – Mittagspause
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Wir sind gerade in der Mittagspause und ab [13:30] Uhr wieder persönlich für Sie erreichbar. Wenn Sie möchten, hinterlassen Sie uns Ihren Namen und Ihre Rückrufnummer — dann melden wir uns direkt nach der Pause. Vielen Dank.“
Vorlage 5 – Hohes Anrufaufkommen
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Wir haben zurzeit besonders viele Anrufe. Damit Sie nicht warten müssen: Hinterlassen Sie Ihren Namen, Ihre Nummer und Ihr Anliegen. Wir arbeiten die Nachrichten der Reihe nach ab und melden uns innerhalb von [24 Stunden]. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
Vorlage 6 – Wochenende
„Guten Tag, Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten bei [Firmenname] an. Am Wochenende ist unser Büro nicht besetzt. Ab Montag, [Uhrzeit] Uhr sind wir wieder für Sie da. Hinterlassen Sie gern eine Nachricht mit Ihrer Rückrufnummer. In dringenden Fällen erreichen Sie [Name/Bereitschaft] unter [Nummer].“
Ein Detail, das den Unterschied macht: Sagen Sie in jeder Ansage den Satz „Ihren Namen und Ihre Telefonnummer“. Anrufer, die nur das Anliegen schildern und die Nummer vergessen, sind der häufigste Grund, warum eine Mailbox-Nachricht nichts wert ist.
Was sagen Sie bei Urlaub, Betriebsferien, Feiertagen und Krankheit?
Bei Abwesenheit gilt die umgekehrte Reihenfolge: zuerst der Zeitraum, dann die Vertretung, dann die Bitte um eine Nachricht. Anrufer brechen Ansagen früh ab — die wichtigste Information gehört nach vorn. Wie Sie die Vertretung organisatorisch aufsetzen, statt sie nur anzusagen, steht im Leitfaden zur Urlaubsvertretung am Telefon.
Vorlage 7 – Urlaub mit Vertretung
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. [Vorname Nachname] ist vom [Datum] bis zum [Datum] im Urlaub. In dieser Zeit übernimmt [Vorname Nachname] die Vertretung — Sie erreichen sie unter [Nummer]. Wenn es Zeit hat, hinterlassen Sie gern eine Nachricht mit Ihrer Rückrufnummer. Vielen Dank.“
Vorlage 8 – Urlaub ohne Vertretung
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Wir sind vom [Datum] bis einschließlich [Datum] im Urlaub und in dieser Zeit telefonisch nicht erreichbar. Hinterlassen Sie uns Ihren Namen, Ihre Nummer und Ihr Anliegen — wir melden uns ab dem [Datum] der Reihe nach zurück. Vielen Dank für Ihre Geduld.“
Vorlage 9 – Betriebsferien
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Wir haben vom [Datum] bis zum [Datum] Betriebsferien. Ab [Datum] sind wir zu den gewohnten Zeiten wieder für Sie da. Aufträge und Anfragen nehmen wir gern per E-Mail an [E-Mail-Adresse] entgegen oder Sie hinterlassen uns hier eine Nachricht. Vielen Dank.“
Vorlage 10 – Feiertag oder Brückentag
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Heute, am [Datum], ist unser Büro wegen [Feiertag / Brückentag] geschlossen. Ab [Wochentag], [Uhrzeit] Uhr sind wir wieder persönlich erreichbar. Hinterlassen Sie gern Ihren Namen und Ihre Rückrufnummer. Vielen Dank und einen schönen Tag.“
Vorlage 11 – Jahreswechsel
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Zwischen Weihnachten und Neujahr, vom [Datum] bis zum [Datum], ist unser Büro nicht besetzt. Ab dem [Datum] sind wir wieder für Sie da. Ihre Nachricht mit Name und Rückrufnummer nehmen wir entgegen und bearbeiten sie gleich in der ersten Januarwoche. Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage.“
Vorlage 12 – Krankheit, Dauer offen
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. [Vorname Nachname] ist erkrankt und derzeit nicht erreichbar. Termine verschieben wir, sobald wir wieder erreichbar sind — Sie müssen nichts weiter tun. Für dringende Anliegen wenden Sie sich bitte an [Vertretung] unter [Nummer]. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
Vorlage 13 – Kurzfristiger Ausfall am selben Tag
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Wir müssen heute, am [Datum], kurzfristig geschlossen bleiben. Bereits vereinbarte Termine für heute melden wir uns bis [Uhrzeit] telefonisch ab. Ab [Datum] sind wir wieder zu den gewohnten Zeiten für Sie da. Bitte hinterlassen Sie Ihre Rückrufnummer. Vielen Dank.“
Vorlage 14 – Betriebsstörung
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Aufgrund einer technischen Störung sind wir heute telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Schreiben Sie uns bitte an [E-Mail-Adresse] — wir antworten schneller als auf eine Sprachnachricht. Wir informieren Sie auf [Website], sobald wir wieder normal erreichbar sind. Vielen Dank.“
Bei längerer Abwesenheit gehört das Ende des Zeitraums zweimal in den Text: einmal am Anfang als Zeitraum, einmal am Ende als Rückrufversprechen. Anrufer, die nur die erste Hälfte hören, wissen dann trotzdem, woran sie sind.
Wie kündigen Sie Umzug, neue Rufnummer oder eine Übergabe an?
Bei Änderungen ist die Regel eine andere: eine einzige Information pro Ansage, langsam gesprochen, und die entscheidende Angabe zweimal. Eine Rufnummer, die nur einmal fällt, schreibt niemand mit.
Vorlage 15 – Umzug, neue Adresse
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Wir sind seit dem [Datum] an einem neuen Standort: [Straße, Hausnummer, PLZ, Ort]. Unsere Telefonnummer und unsere Öffnungszeiten bleiben unverändert. Die Anfahrt finden Sie auf [Website]. Hinterlassen Sie gern eine Nachricht, wir rufen Sie zurück. Vielen Dank.“
Vorlage 16 – Neue Rufnummer
„Guten Tag, Sie haben die alte Rufnummer von [Firmenname] gewählt. Sie erreichen uns ab sofort unter [Nummer, langsam in Zweiergruppen sprechen]. Ich wiederhole: [Nummer]. Diese Ansage läuft noch bis zum [Datum]. Bitte notieren Sie die neue Nummer. Vielen Dank.“
Vorlage 17 – Praxis- oder Betriebsübergabe
„Guten Tag, Sie haben [Praxis/Firmenname] erreicht. [Vorname Nachname] hat die Praxis zum [Datum] an [Vorname Nachname] übergeben. Ihre Unterlagen und Termine werden unverändert weitergeführt. Sie erreichen die Praxis wie gewohnt unter dieser Nummer zu den Sprechzeiten [Zeiten]. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.“
Vorlage 18 – Geschäftsaufgabe
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Wir haben unseren Betrieb zum [Datum] eingestellt und nehmen keine neuen Aufträge mehr an. Für Anliegen zu bestehenden Vorgängen wenden Sie sich bitte schriftlich an [E-Mail-Adresse]. Für [Leistung] empfehlen wir Ihnen [Nachfolger/Partnerbetrieb] unter [Nummer]. Vielen Dank für die Zusammenarbeit.“
Vorlage 19 – Vorübergehende Schließung, Umbau
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Wegen Umbauarbeiten bleibt unser Betrieb vom [Datum] bis zum [Datum] geschlossen. Ab [Datum] sind wir mit neuen Räumen und unveränderten Zeiten wieder für Sie da. Termine für die Zeit danach vereinbaren wir gern jetzt schon — hinterlassen Sie Ihre Nummer. Vielen Dank.“
Sprechen Sie Ziffern in Zweier- oder Dreiergruppen, mit deutlicher Pause dazwischen. Der Ansagenshop rechnet jede Ziffer wie fünf Buchstaben ab — und begründet das genau so: Das Sprechen einer Ziffer dauert mindestens so lange wie ein Wort aus fünf Buchstaben.
Welche Anrufbeantworter-Ansage passt zu Ihrer Branche?
Branchenansagen unterscheiden sich in genau einem Punkt vom Standardtext: in der Eskalation. Was ein dringender Fall ist und wohin er gehört, ist in einer Arztpraxis etwas anderes als in einem Restaurant. Der Rest ist austauschbar.
Arztpraxis
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist bundesweit unter der Rufnummer 116117 erreichbar — er hilft außerhalb der Sprechstundenzeiten bei Erkrankungen, mit denen man sonst in die Praxis gehen würde. Diese Nummer gehört in jede Praxisansage; sie ist die einzige Angabe, die einen echten Notfall aus Ihrer Mailbox herausholt.
Vorlage 20 – Arztpraxis, außerhalb der Sprechzeiten
„Guten Tag, Sie haben die Praxis [Name] erreicht. Unsere Sprechzeiten sind [Zeiten]. Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 1 1 6 1 1 7. In lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie bitte die 1 1 2. Vielen Dank.“
Vorlage 21 – Arztpraxis, Leitung besetzt
„Guten Tag, hier ist die Praxis [Name]. Alle Leitungen sind belegt. Für Terminanfragen nutzen Sie gern unsere Online-Terminbuchung auf [Website]. Oder hinterlassen Sie Namen, Geburtsdatum und Rückrufnummer — wir melden uns heute noch. Bei einem Notfall wählen Sie bitte die 1 1 2.“
Vorlage 22 – Arztpraxis, Rezeptbestellung
„Guten Tag, Sie haben die Rezept-Hotline der Praxis [Name] erreicht. Nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und das benötigte Medikament nach dem Signalton. Ihr Rezept liegt innerhalb von [zwei Werktagen] zur Abholung bereit. Für alle anderen Anliegen rufen Sie bitte unter [Nummer] an. Vielen Dank.“
Vorlage 23 – Zahnarztpraxis, Schmerzpatienten
„Guten Tag, hier ist die Zahnarztpraxis [Name]. Unsere Sprechzeiten sind [Zeiten]. Wenn Sie akute Schmerzen haben, rufen Sie uns bitte werktags ab [Uhrzeit] an — wir halten täglich Schmerztermine frei. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den zahnärztlichen Notdienst unter [Nummer]. Vielen Dank.“
Wie sich die Terminvergabe automatisieren lässt, statt sie auf Band zu schieben, zeigt die Seite zum KI-Telefonassistenten für Arztpraxen.
Apotheke
Vorlage 24 – Apotheke, außerhalb der Öffnungszeiten
„Guten Tag, Sie haben die [Name]-Apotheke erreicht. Wir haben montags bis freitags von [Zeiten] und samstags von [Zeiten] für Sie geöffnet. Die diensthabende Notdienstapotheke in Ihrer Nähe finden Sie unter der Notdienstsuche im Internet oder am Aushang an unserer Tür. Vielen Dank.“
Vorlage 25 – Apotheke, Vorbestellung
„Guten Tag, hier ist die [Name]-Apotheke. Sie können Medikamente nach dem Signalton vorbestellen: Nennen Sie Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer und das Präparat mit Packungsgröße. Wir melden uns, sobald die Bestellung abholbereit ist — in der Regel am nächsten Werktag. Vielen Dank für Ihren Anruf.“
Anwaltskanzlei und Steuerkanzlei
Vorlage 26 – Anwaltskanzlei, Standard
„Guten Tag, Sie haben die Kanzlei [Name] erreicht. Unser Sekretariat ist montags bis freitags von [Zeiten] besetzt. Hinterlassen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer und in einem Satz, worum es geht. Wir melden uns innerhalb eines Werktages. Bitte nennen Sie am Telefon keine vertraulichen Einzelheiten. Vielen Dank.“
Vorlage 27 – Anwaltskanzlei, Fristsache
„Guten Tag, hier ist die Kanzlei [Name]. Wenn Ihr Anliegen eine laufende Frist betrifft, senden Sie uns bitte zusätzlich eine E-Mail an [E-Mail-Adresse] mit dem Wort ‚Frist‘ im Betreff — dieses Postfach wird laufend geprüft. Für alle anderen Anliegen hinterlassen Sie gern eine Nachricht mit Rückrufnummer. Vielen Dank.“
Vorlage 28 – Steuerkanzlei, Standard
„Guten Tag, Sie haben die Steuerkanzlei [Name] erreicht. Unser Sekretariat ist montags bis donnerstags von [Zeiten] und freitags von [Zeiten] besetzt. Unterlagen laden Sie bitte über [Mandantenportal] hoch. Für Rückfragen hinterlassen Sie Ihren Namen, Ihre Mandantennummer und Ihre Rückrufnummer. Vielen Dank.“
Vorlage 29 – Steuerkanzlei, Hochsaison
„Guten Tag, hier ist die Steuerkanzlei [Name]. Wir sind derzeit in der Abgabesaison und telefonisch nur zwischen [Zeiten] erreichbar. Fragen zu bereits eingereichten Unterlagen beantworten wir am schnellsten per E-Mail an [E-Mail-Adresse]. Für Terminwünsche hinterlassen Sie bitte Name und Rückrufnummer. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
In Kanzleien hängt an der Ansage mehr als Höflichkeit: Wer mit einem akuten Rechtsproblem anruft und auf Band spricht, wählt danach oft die nächste Nummer. Wie sich die Erstannahme berufsrechtlich sauber auslagern lässt, steht auf der Seite zum KI-Telefonassistenten für Anwaltskanzleien.
Handwerksbetrieb
Vorlage 30 – Handwerksbetrieb, auf der Baustelle
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Wir sind auf der Baustelle und können gerade nicht ans Telefon. Hinterlassen Sie uns Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer, den Ort und kurz, worum es geht. Wir rufen zwischen [17:00] und [19:00] Uhr zurück. Vielen Dank.“
Vorlage 31 – Handwerksbetrieb, Notdienst
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Unser Büro ist montags bis freitags von [Zeiten] besetzt. Bei einem akuten Schaden — Wasserrohrbruch, Heizungsausfall oder Stromausfall — wählen Sie bitte unsere Notdienstnummer [Nummer]. Für alle anderen Anliegen hinterlassen Sie Ihre Rückrufnummer. Vielen Dank.“
Die Notdienstlogik dahinter — welcher Anruf aufs Bereitschaftshandy geht und welcher auf die Warteliste — beschreibt die Seite zur Auftragsannahme für Handwerksbetriebe.
Restaurant
Vorlage 32 – Restaurant, Reservierung
„Guten Tag, Sie haben das Restaurant [Name] erreicht. Wir sind ab [Uhrzeit] Uhr telefonisch für Sie da. Für eine Reservierung nennen Sie uns bitte Ihren Namen, das gewünschte Datum, die Uhrzeit und die Personenzahl. Wir bestätigen jede Reservierung per Rückruf oder SMS. Vielen Dank.“
Vorlage 33 – Restaurant, Ruhetag
„Guten Tag, hier ist das Restaurant [Name]. Montag und Dienstag sind unsere Ruhetage. Ab [Wochentag] ab [Uhrzeit] Uhr sind wir wieder für Sie da. Reservierungen nehmen wir auch online unter [Website] entgegen — dort sehen Sie sofort, welche Zeiten frei sind. Vielen Dank.“
Für Bestellannahme und Reservierung in Stoßzeiten lohnt der Blick auf den KI-Telefonassistenten für Restaurants.
Autohaus und Werkstatt
Vorlage 34 – Autohaus, außerhalb der Öffnungszeiten
„Guten Tag, Sie haben das Autohaus [Name] erreicht. Unser Verkauf ist [Zeiten] für Sie da, die Serviceannahme [Zeiten]. Hinterlassen Sie uns Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer und Ihr Kennzeichen — wir melden uns am nächsten Werktag. Bei einer Panne hilft Ihnen [Pannendienst] unter [Nummer]. Vielen Dank.“
Vorlage 35 – Werkstatt, Terminvergabe
„Guten Tag, hier ist die Werkstatt [Name]. Für einen Werkstatttermin nennen Sie uns bitte Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer, das Kennzeichen und worum es geht — Inspektion, Reparatur oder Reifenwechsel. Wir rufen Sie mit einem konkreten Terminvorschlag zurück, in der Regel noch am selben Tag. Vielen Dank.“
Kennzeichen, Fahrzeugmodell und Anliegen sind genau die drei Angaben, die eine Mailbox selten vollständig einsammelt. Wie eine automatisierte Serviceannahme sie strukturiert erfasst, zeigt die Seite zum KI-Telefonassistenten für Autohäuser.
Was muss in einem Warteschleifentext stehen?
Bei der Warteschleife hört die Freiheit auf: Sie ist der einzige Teil Ihrer Telefonie, für den das Telekommunikationsgesetz konkrete Vorgaben macht. Nach § 115 Absatz 1 TKG dürfen Warteschleifen nur eingesetzt werden, wenn eine von fünf Voraussetzungen erfüllt ist: Der Anruf geht zu einer entgeltfreien Rufnummer (Nummer 1), zu einer ortsgebundenen oder von der Bundesnetzagentur gleichgestellten Rufnummer (Nummer 2) oder zu einer Rufnummer für mobile Dienste — 015, 016 oder 017 (Nummer 3); für den Anruf gilt ein Festpreis pro Verbindung (Nummer 4); oder der Anruf ist für die Dauer der Warteschleife für den Anrufer kostenfrei (Nummer 5).
Die Ansagepflicht knüpft genau an diese Nummerierung an. Beim ersten Einsatz einer Warteschleife im Rahmen des Anrufs, die nicht unter Absatz 1 Nummer 1 bis 3 fällt — also in der Festpreis- und in der Kostenfrei-Konstellation —, muss der Angerufene nach § 115 Absatz 2 TKG sicherstellen, dass der Anrufende mit Beginn der Warteschleife über deren voraussichtliche Dauer informiert wird und darüber, ob für den Anruf ein Festpreis gilt oder ob er während der Warteschleife kostenfrei ist. Die Ansage darf mit Beginn der Bearbeitung vorzeitig beendet werden.
Die Folge eines Verstoßes steht in § 116 TKG: Wird eine unzulässige Warteschleife eingesetzt oder werden die Angaben nach § 115 Absatz 2 nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig gemacht, entfällt die Entgeltzahlungspflicht des Anrufers für den gesamten Anruf. Die Bundesnetzagentur formuliert dasselbe aus Anrufersicht. Dazu kommt das Bußgeld: § 228 TKG erfasst in Absatz 2 sowohl den unzulässigen Einsatz einer Warteschleife (Nummer 26) als auch die unterbliebene Information (Nummer 27) und stellt beides mit bis zu 100.000 Euro.
Wichtig für die Praxis ist die Definition. Nach § 3 Nummer 73 TKG ist eine Warteschleife „jede vom Nutzer eines Telekommunikationsdienstes eingesetzte Vorrichtung oder Geschäftspraxis, über die Anrufe entgegengenommen oder aufrechterhalten werden, ohne dass das Anliegen des Anrufers bearbeitet wird“. Die Warteschleife endet, sobald automatisiert Informationen abgefragt werden, die für die Bearbeitung des Anliegens erforderlich sind, oder sobald eine natürliche Person den Anruf entgegennimmt und bearbeitet. Ein System, das sofort fragt „Worum geht es?“, ist deshalb rechtlich keine Warteschleife mehr. Ein Vorauswahlmenü, das erst drei Werbesätze abspielt, schon. Und ausdrücklich keine Warteschleife sind „automatische Bandansagen, wenn die Dienstleistung für den Anrufer vor Herstellung der Verbindung erkennbar ausschließlich in einer Bandansage besteht“ — die reine Infoansage fällt also gar nicht erst unter die Vorschrift.
Vorlage 36 – Warteschleife, Einstieg mit Dauer
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Alle Plätze sind derzeit belegt. Die voraussichtliche Wartezeit beträgt [zwei] Minuten. Für Sie ist dieser Anruf während der Wartezeit kostenfrei. Bitte bleiben Sie in der Leitung — wir sind gleich persönlich für Sie da.“
Vorlage 37 – Warteschleife, Zwischenansage
„Vielen Dank für Ihre Geduld. Sie sind weiterhin in der Warteschleife von [Firmenname]. Die voraussichtliche Wartezeit beträgt noch [eine] Minute. Bitte bleiben Sie in der Leitung.“
Vorlage 38 – Warteschleife mit Rückrufangebot
„Vielen Dank für Ihre Geduld. Die Wartezeit beträgt aktuell [fünf] Minuten. Wenn Sie nicht warten möchten: Drücken Sie die Taste 1 und hinterlassen Sie Ihre Rückrufnummer. Wir rufen Sie innerhalb von [zwei Stunden] zurück, ohne dass Sie Ihren Platz verlieren. Oder bleiben Sie einfach in der Leitung.“
Vorlage 39 – Warteschleife, Abbruch auf Mailbox
„Vielen Dank für Ihre Geduld. Leider ist derzeit keine Leitung frei. Damit Ihr Anliegen nicht verloren geht, verbinden wir Sie jetzt mit unserem Anrufbeantworter. Nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Rückrufnummer und Ihr Anliegen. Wir melden uns noch heute bei Ihnen.“
Vorlage 40 – Warteschleife in Stoßzeiten
„Guten Tag, hier ist [Firmenname]. Montagvormittags ist bei uns besonders viel los. Die voraussichtliche Wartezeit beträgt [drei] Minuten; der Anruf ist für Sie während der Wartezeit kostenfrei. Erfahrungsgemäß erreichen Sie uns ab [14:00] Uhr schneller. Bitte bleiben Sie in der Leitung.“
Vorlage 41 – Vorauswahlmenü, Begrüßung
„Guten Tag, Sie haben [Firmenname] erreicht. Damit wir Sie direkt verbinden können: Drücken Sie die 1 für [Terminvereinbarung], die 2 für [Auftragsstatus], die 3 für [Buchhaltung]. Um direkt mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu sprechen, drücken Sie die 0 oder bleiben Sie einfach in der Leitung.“
Sagen Sie nur zu, was Ihre Anlage einhält: Die Kostenangabe in den Vorlagen 36 und 40 setzt voraus, dass der Anruf während der Warteschleife tatsächlich kostenfrei ist. Halten Sie Warteschleifentexte kurz und wiederholen Sie die Dauer alle 30 bis 45 Sekunden. Wie eine Telefonzentrale die Verteilung dahinter organisiert, ohne dass Anrufer im Menü verloren gehen, steht im Beitrag zur modernen Telefonzentrale.
Was ist bei einer Anrufbeantworter-Ansage rechtlich vorgeschrieben?
Für den Inhalt einer Anrufbeantworter-Ansage gibt es in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Vorgabe. Sie müssen weder Ihre Rechtsform noch Ihre Registernummer noch einen Vertretungsberechtigten ansagen. Die Impressumspflicht aus § 5 DDG gilt für „digitale Dienste“ — und ein digitaler Dienst ist nach § 1 DDG „ein Dienst im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie (EU) 2015/1535“. Deren Anhang I führt „Sprachtelefondienste“ ausdrücklich unter den nicht elektronisch erbrachten Diensten auf, die aus dieser Definition herausfallen. Eine Telefonansage ist also kein digitaler Dienst, und die Anbieterkennzeichnungspflicht greift nicht.
Drei Punkte sind trotzdem geregelt — und die betreffen fast jeden Betrieb.
1. Warteschleifen. Die Pflichtangaben aus § 115 Absatz 2 TKG stehen im Abschnitt darüber. Sie sind bußgeldbewehrt: § 228 Absatz 2 TKG erfasst sowohl den unzulässigen Einsatz einer Warteschleife als auch die fehlende Information, jeweils mit einem Rahmen von bis zu 100.000 Euro.
2. Mitschnitt von Gesprächen. Wer ein Telefongespräch aufzeichnet, braucht die Einwilligung des Gesprächspartners. § 201 Absatz 1 StGB stellt es mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe unter Strafe, „das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen“ unbefugt auf einen Tonträger aufzunehmen. Datenschutzrechtlich hat die Datenschutzkonferenz das in ihrem Beschluss vom 23. März 2018 klargestellt: Die Aufzeichnung ist „in aller Regel nur mit Einwilligung auch des externen Gesprächspartners zulässig“, und zwar erteilt durch ein ausgesprochenes „Ja“ oder eine aktive bestätigende Handlung wie einen Tastendruck. Ausdrücklich nicht ausreichend ist „die bloße Einräumung einer Widerspruchsmöglichkeit und das anschließende Fortsetzen des Telefonats“.
Die Sprachnachricht auf Ihrem Anrufbeantworter ist davon nicht betroffen: Wer nach dem Signalton spricht, weiß, dass er aufgezeichnet wird, und tut es freiwillig. Der Unterschied ist der zwischen „der Anrufer spricht auf ein Band“ und „wir schneiden das Gespräch mit“.
3. Speicherung und Information. Eine Sprachnachricht ist ein personenbezogenes Datum. Daraus folgen zwei praktische Pflichten. Nach dem Grundsatz der Speicherbegrenzung in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe e DSGVO dürfen Sie Nachrichten nur so lange in identifizierbarer Form aufbewahren, wie es für den Zweck erforderlich ist. In der Praxis sind das Tage, nicht Jahre. Und nach Artikel 13 DSGVO gehört die Verarbeitung von Sprachnachrichten in Ihre Datenschutzerklärung, mit Zweck und Rechtsgrundlage (Absatz 1 Buchstabe c) und mit der Speicherdauer oder den Kriterien für ihre Festlegung (Absatz 2 Buchstabe a). Eine Löschroutine — etwa „abgehörte Nachrichten werden nach 30 Tagen gelöscht“ — ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe nachbessern müssen. Was das für automatisierte Telefonie im Detail bedeutet, ordnet der Beitrag zum DSGVO-konformen KI-Telefonassistenten ein.
Ein vierter Punkt kommt hinzu, sobald nicht mehr eine Aufnahme abgespielt wird, sondern eine KI spricht: Artikel 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt, dass Menschen informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht ohnehin offensichtlich ist; die Vorschrift gilt seit dem 2. August 2026. Für eine klassische Bandansage gilt das nicht — die ist offensichtlich eine Aufnahme. Was die Pflicht für sprechende Systeme konkret bedeutet, steht im Beitrag zur Kennzeichnungspflicht für KI.
Wie lang sollte eine Telefonansage sein, und wann lohnt ein professioneller Sprecher?
15 bis 30 Sekunden. Das entspricht rund 30 bis 60 gesprochenen Wörtern oder etwa 200 bis 400 Zeichen — nicht zufällig genau die Einheit, in der Ansagenstudios abrechnen: Der Ansagenshop berechnet 55 Euro für eine Ansage bis 200 Zeichen und je weitere acht Zeichen einen Euro Aufschlag. Eine Ansage, die 700 Zeichen lang ist, kostet dort also nicht nur mehr Geld, sondern vor allem Anrufer.
Vier technische Punkte entscheiden darüber, ob eine Ansage funktioniert:
- Tempo. Als Faustregel aus der Studiopraxis: etwa 100 bis 120 Wörter pro Minute. Das ist deutlich langsamer, als Sie im Gespräch sprechen, und fühlt sich beim Einsprechen falsch an. Für den Anrufer ist es richtig.
- Ruhe im Hintergrund. Keine Baustelle, kein Großraumbüro, keine Freisprecheinrichtung. Ein ruhiger Raum mit Textilien — Vorhänge, Teppich, Sofa — klingt besser als ein gefliestes Büro mit teurem Mikrofon.
- Kein Musikbett unter der Sprache. Musik gehört in die Warteschleife, nicht unter die Information. Wer beides mischt, verliert die Rufnummer.
- Dateiformat. Prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Anlage zu Länge und Dateiformat, bevor Sie aufnehmen. Für die FRITZ!Box etwa beschreibt AVM eigene Ansagen in der Wissensdatenbank zum FRITZ!Box-Anrufbeantworter.
Wann lohnt sich eine professionelle Telefonansage? In drei Fällen: wenn die Ansage jahrelang unverändert läuft, wenn Sie mehrere Sprachen brauchen und wenn die Ansage der erste Kontaktpunkt zu hochpreisigen Leistungen ist. Nicht lohnt sich ein Studio für alles, was sich häufig ändert — Urlaubsansagen mit Datum, Krankheitsansagen, kurzfristige Schließungen. Sprechen Sie diese selbst ein. Eine unperfekte, aktuelle Ansage schlägt eine perfekte, falsche.
Wann reicht eine gute Ansage aus, und wann kostet sie Sie Geld?
Eine gute Ansage reicht immer dann aus, wenn der Anrufer entweder warten kann oder die Information bereits bekommt, die er braucht. Das ist häufiger der Fall, als Anbieter von Telefonlösungen — uns eingeschlossen — gern zugeben.
Diese vier Konstellationen brauchen nichts weiter als einen guten Text:
- Sehr geringes Anrufaufkommen. Unter etwa drei Anrufen am Tag, von denen die meisten Bestandskunden sind, rechnet sich keine zusätzliche Lösung. Rufen Sie abends zurück.
- Ein-Personen-Betriebe mit persönlicher Kundenbeziehung. Wenn Ihre Anrufer Sie kennen und wissen, dass Sie zurückrufen, ist die Mailbox kein Hindernis, sondern eine Verabredung.
- Reine Informationsleitungen. Öffnungszeiten, Notdiensthinweise, Anfahrt, Ruhetage: Wenn die große Mehrheit der Anrufer nur eine Auskunft will, erledigt die Ansage den Anruf vollständig. Das ist der beste Fall überhaupt — und die einzige Konstellation, in der das TKG die Ansage nicht einmal als Warteschleife ansieht.
- Klar begrenzte Abwesenheit mit Vertretung. Zwei Wochen Urlaub mit einer genannten Vertretungsnummer sind organisiert, nicht unerreichbar.
Und hier ist der ehrliche Teil: In allen anderen Fällen ist eine Ansage ein Workaround dafür, dass niemand abnimmt — eine gut formulierte Absage. Der Anrufer hat sein Anliegen nicht erledigt, sondern eine Hausaufgabe bekommen.
Was das kosten kann — eine Rechnung mit offengelegten Annahmen. Nehmen Sie an, Ihr Betrieb erhält 20 Anrufe an einem Arbeitstag und sechs davon fallen in Zeiten, in denen niemand abnehmen kann. Nehmen Sie weiter an, dass jeder vierte dieser Anrufe eine Neuanfrage ist und kein Bestandskunde: Das sind 1,5 Neuanfragen am Tag, bei 22 Arbeitstagen 33 im Monat. Bei einer Abschlussquote von 20 Prozent und einem durchschnittlichen Auftragswert von 400 Euro netto hängen an diesen Anrufen 2.640 Euro Umsatz im Monat. Wie viel davon eine Ansage rettet, hängt allein daran, wie viele Anrufer tatsächlich eine Nachricht hinterlassen — und genau diese Quote kennt niemand pauschal. Sie kennen sie: Es ist die Zahl der Nachrichten auf Ihrer Mailbox geteilt durch die Zahl der unbeantworteten Anrufe in Ihrer Telefonabrechnung. Alle vier Annahmen oben sind Platzhalter. Setzen Sie Ihre eigenen ein, bevor Sie irgendetwas kaufen.
Mailbox, Telefonservice oder KI-Assistent?
| Kriterium | Anrufbeantworter mit guter Ansage | Telefonservice mit Menschen | KI-Telefonassistent |
|---|---|---|---|
| Kosten | einmalig 0 € selbst eingesprochen, ab 55 € im Studio | ebuero: 59,90–179,90 € Grundgebühr netto plus 1,04–1,39 € je Anruf und je Minute | VOISA ab 49,58 € netto (59 € brutto) für 200 Inklusivminuten |
| Erreichbarkeit | 24/7, aber nur als Aufnahme | Kernzeiten, Randzeiten mit Zuschlag | 24/7, auch parallel |
| Was der Anrufer bekommt | eine Information, aber keine Erledigung | ein Gespräch und eine Notiz | ein Gespräch, oft mit Termin |
| Einrichtungsaufwand | 30 Minuten | Briefing, meist mehrere Tage | Stunden bis Tage |
| Laufende Pflege | Ansage bei jeder Änderung neu | Briefing aktuell halten | Wissensbasis aktuell halten |
| Datenschutz | Sprachnachrichten löschen (Art. 5 DSGVO) | Auftragsverarbeitungsvertrag nötig | Auftragsverarbeitungsvertrag nötig |
| Passt für | wenige Anrufe, reine Auskunft | beratungsintensive Erstgespräche | wiederkehrende Routineanfragen |
Offenlegung: VOISA ist ein KI-Telefonassistent und damit unser eigenes Produkt. Die Spalte steht hier neben den Alternativen, weil ein Vergleich ohne sie unvollständig wäre — und weil die erste Spalte für einen Teil der Leser die richtige Antwort ist. Der ebuero-Preis stammt aus dem öffentlichen Preisverzeichnis und versteht sich zuzüglich Umsatzsteuer; außerhalb der Kernzeit kommen dort 0,25 € je Minute hinzu.
Die Entscheidung zwischen den drei Wegen ist keine Technikfrage, sondern eine Mengenfrage. Was menschliche Dienste leisten und was sie verlangen, steht im Überblick zum Telefonservice; den ausführlichen Kostenvergleich zwischen Aufzeichnen und Beantworten führt der Beitrag zum KI-Anrufbeantworter, die vollständige Marktübersicht der Kostenvergleich für KI-Telefonassistenten.
Bevor Sie etwas ändern: Zählen Sie eine Woche lang mit. Wie viele Anrufe gehen verloren, wie viele Nachrichten kommen tatsächlich an? Wie Sie diese beiden Zahlen sauber erheben, beschreibt der Beitrag zur telefonischen Erreichbarkeit. Erst wenn sie auf dem Tisch liegen, lohnt der Blick auf eine automatisierte Anrufannahme per KI — oder die Erkenntnis, dass eine bessere Ansage genügt.
Häufige Fragen zur Anrufbeantworter-Ansage
Wie lang darf eine Anrufbeantworter-Ansage sein?
15 bis 30 Sekunden sind der praktikable Rahmen, das entspricht etwa 30 bis 60 gesprochenen Wörtern. Kürzer wirkt abweisend, länger hören die wenigsten zu Ende. Technisch setzen die Geräte eigene Grenzen: Prüfen Sie vor der Aufnahme die zulässige Länge und das Dateiformat Ihrer Telefonanlage, bevor Sie Zeit in eine Studioaufnahme investieren.
Muss ich in der Ansage meinen Firmennamen und ein Impressum nennen?
Den Firmennamen sollten Sie nennen, ein Impressum müssen Sie nicht ansagen. Die Impressumspflicht nach § 5 DDG gilt für digitale Dienste im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/1535; Sprachtelefondienste sind in deren Anhang I ausdrücklich ausgenommen. Für den Inhalt einer Anrufbeantworter-Ansage gibt es damit keine allgemeine gesetzliche Vorgabe – nur für Warteschleifen und für Gesprächsmitschnitte.
Darf ich Anrufe mitschneiden, wenn ich es in der Ansage sage?
Nein, ein Hinweis allein genügt nicht. § 201 Absatz 1 StGB stellt die unbefugte Aufnahme des nichtöffentlich gesprochenen Wortes unter Strafe, und die Datenschutzkonferenz hat 2018 festgehalten, dass die bloße Einräumung einer Widerspruchsmöglichkeit mit anschließender Fortsetzung des Gesprächs keine wirksame Einwilligung ist. Nötig ist eine aktive Bestätigung, etwa per Tastendruck.
Was muss in einer Warteschleifen-Ansage stehen?
Die voraussichtliche Wartedauer und die Kostenangabe. Nach § 115 Absatz 2 TKG muss der Anrufer mit Beginn der Warteschleife erfahren, wie lange es voraussichtlich dauert und ob für den Anruf ein Festpreis gilt oder der Anruf während der Warteschleife kostenfrei ist. Fehlt die Ansage, entfällt nach § 116 TKG die Entgeltzahlungspflicht für den gesamten Anruf.
Wie viel kostet eine professionelle Telefonansage?
Für eine einzelne Standardansage liegen die Preise am deutschen Markt im niedrigen dreistelligen Bereich. Der Ansagenshop berechnet 55 Euro für eine Ansage bis 200 Zeichen, je weitere acht Zeichen einen Euro mehr; Agenturen mit Beratung, Textoptimierung und GEMA-freier Musik liegen deutlich darüber. Ansagen, die sich häufig ändern, sprechen Sie besser selbst ein.
Wie oft sollte ich meine Anrufbeantworter-Ansage ändern?
Immer dann, wenn ein Datum darin falsch wird. Urlaubs-, Feiertags- und Krankheitsansagen haben ein Verfallsdatum; eine Ansage, die im September noch die Betriebsferien im August nennt, ist schlimmer als gar keine. Für die Standardansage genügt eine Prüfung im Jahr – meist zusammen mit den Öffnungszeiten auf der Website.
Fazit: Schreiben Sie die Ansage, aber zählen Sie mit
Nehmen Sie sich 30 Minuten, kopieren Sie die drei Vorlagen, die Sie im Alltag brauchen — Standard, außerhalb der Geschäftszeiten, Abwesenheit — und sprechen Sie sie selbst ein. Achten Sie auf die fünf Bausteine, nennen Sie eine einzige Rufnummer für dringende Fälle, und bleiben Sie unter 30 Sekunden. Das ist der größte Sprung, den Sie an einem Vormittag machen können, und er kostet nichts.
Danach beginnt die eigentliche Frage. Eine Ansage informiert, sie erledigt nichts. Wenn Ihre Mailbox regelmäßig voll ist, wenn Sie abends Rückrufe abarbeiten, die tagsüber zwei Minuten gedauert hätten, oder wenn Sie nicht wissen, wie viele Anrufer kommentarlos auflegen, dann ist der Ansagetext nicht mehr das Problem. Dann lohnt der Vergleich zwischen Mailbox, menschlichem Telefonservice und einem KI-gestützten Telefonassistenten für Ihre Branche — mit Ihren eigenen Zahlen, nicht mit fremden Durchschnittswerten.
Unsere Empfehlung in einem Satz: Verbessern Sie zuerst die Ansage, messen Sie erst dann, ob Sie mehr brauchen als einen guten Text.
Wenn die Ansage nicht mehr reicht: Der KI-Telefonassistent von VOISA nimmt Anrufe an, statt sie aufzuzeichnen, legt die KI-Nutzung nach Artikel 50 zu Gesprächsbeginn offen und ist monatlich kündbar — ab 49,58 € netto (59 € brutto) mit 200 Inklusivminuten.
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